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Portrait
Wichtige Bezugspunkte ihrer künstlerischen Arbeiten sind die innere und äussere Wahrnehmung und damit verbundene Fragen der (Re-)Präsentation und der Rezeption von Körper, Raum und Musik. Mit den Mitteln des Tanzes und der Choreografie untersucht sie Grenzbereiche und hinterfragt (Macht-)Verhältnisse u.a. zwischen Tanz und Musik, zwischen Bild und Bewegung, zwischen Choreograf*in und Tänzer*in und zwischen Performance und Publikum. Diese Interessen münden oft in Zusammenarbeit mit Künstler*innen unterschiedlicher Sparten.

Das Erforschen der Bewegung und der Entscheidungsmechanismen, welche ihr zugrunde liegen, stehen oft am Anfang eines Prozesses. In ihrer Bewegungssprache lotet sie die Architektur des Körpers ständig neu aus. Die Auseinandersetzung mit Raum und Zeit bieten Anlass für wiederkehrende, oft von der Philosophie oder der bildenden Kunst beeinflusste Fragen. Ihre Stücke sind sowohl choreografiert als auch improvisiert oder site-specific. Susanne Mueller Nelson arbeitet regelmässig mit Künstler/innen aus anderen Kunstsparten.

Nach ihrer Sportkarriere im Nationaltam der Rhythmischen Gymnastik widmete sich Susanne Mueller Nelson seit 1984 der künstlerischen Seite der Bewegung und absolvierte zuerst ihre Tanzausbildung in Montpellier. Dort kam sie auch mit der Arbeit von Rui Horta und Dominique Bagouet in Kontakt. Diese beiden sehr unterschiedlichen Ansätze, so wie die darauf folgenden 4 Jahre Aufenthalt in New York (veranlasst durch ein Stipendium der Otto Tschumi Stiftung) prägten ihr weiteres Schaffen: einerseits der abstrakte und zugleich präzise Umgang mit Bewegung, anderseits das Ausloten der Bewegung bis an die physische Grenzen und die Auseinandersetzung mit Raum, Präsenz und die Beziehung zum Publikum. Seit ihrer Ausbildung zur Feldenkrais® Lehrerin (2001-2005) bildet diese Methode eine wichtige Basis für ebendiese Fragen und ihr künstlerisches Schaffen.

Unter dem Namen co.ainsi.danse hat sie bis jetzt zahlreiche abenfüllende und einige kürzere Stücke produziert, welche in der Schweiz und im Ausland gezeigt wurden. Daneben ist sie eine gefragte Gastlehrerin im In- und Ausland.

2010 erhielt sie das OFF Stage Stipendium des Kantons Bern, welches ihr ermöglicht hat, ihrer künstlerischen Arbeit eine neue Ausrichtung zu geben. 2013 absolvierte sie den MAS TanzKultur an der Universität Bern. Das ihrer Abschlussarbeit zugrundeliegende Thema der Vermittlung von zeitgenössischen Tanzaufführungen hat sie weiterentickelt und begonen, in die die Praxis umzusetzen. Seither ist sie eine gefragte Fachperson auf dem Gebiet der Vermittlung.
Von August 2016 bis Januar 2017 weilte sie mit dem Atelier Stipendium des Kantons Bern in Berlin. 

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